Aibleck und der Gipfelbuchfluch

Heute startete die 3. Gipfelbuchmission. Endlich in ein Gipfelbuch aus den 80ern eintragen. Die ersten zwei Versuche (1. Hochscharten und 2. Stanglahnerkopf, wir berichteten) scheiterten knapp. Ob es diesmal gelang???

Ziel war dazu das unbekannte Aibleck das mit seinen 1756 m Höhe schon einen Berg im Namen verdient hätte. Aber der große Nachbar, das Sonntagshorn hat das ja auch nicht. Auf dem Aibleck befindet sich angeblich, so stand es zumindest auf einer anderen Homepage (Bericht aus 2013), ein Gipfelbuch von 1983 mit noch jeder Menge Platz darin.
Ausgangspunkt ist Weißbach an der Alpenstraße. Der Parkplatz zum Aibleck, Sonntagshorn oder auch auf das Ristfeuchthorn befindet sich am Ende von Weißbach (von Traunstein kommend!). Kurz nach dem Gourmettempel, der Werbung mit Steaks für 5,60 Euro macht, geht es rechts rein zum Litzlbachgraben. GPS-Position: Breitengrad: 47,714836, Längengrad: 12,772872

Der Parkplatz ist nicht besonders groß, aber kostenlos. Falls der Parkplatz voll sein sollte gibt es in Weißbach noch weitere Wanderparkplätze als alternative.
Anfangs folgen wir der Beschilderung über die Brücke. Hier ist das Aibleck auch angeschrieben und als schwarze Tour gekennzeichnet. Nach ca. 50 m weisen uns die Schilder den Weg nach rechts. Schon jetzt ist es ein recht schöner Waldweg, der eigentlich immer besser wird.

Aibleck_1
Die Tour befindet sich überwiegend im Schatten und ist daher auch für heißere Sommertage geeignet. Wer die Tour im Herbst startet, der sollte etwas früher wie wir aufbrechen, da dann eigentlich die Sonne so stehen müsste, dass man weiter oben dann von der Sonne verwöhnt wird. Wenn man erst nachmittags loslegt, hat man erst am Grat oben Sonne und da ist man jedoch schon fast am Ziel. Der Weg ist durchgängig mit weißrotweißen Markierungen versehen, so dass man sich „fast“ nicht verlaufen kann. Es gibt drei Stellen, bei denen man etwas suchen muss. Die erste kommt nach ca. 1,7 km. Man befindet sich hier auf einem kurzen Stück Forststraße. Hier folgen wir der breiteren Straße geradeaus. Etwas später findet man auch wieder Markierungen. Die Straße wird dann allerdings wieder sehr schnell zum feinsten Trailrunning Weg. Ab und zu sind ein Paar Hangstellen, an denen man etwas vorsichtiger sein muss, da es steil bergab geht. Im Großen und Ganzen ist die Tour jedoch nicht so gefährlich, wie in anderen Berichten beschrieben. Konzentration ist jedoch immer von Nöten, das sollte jedoch selbstverständlich sein, wenn man sich in Alpinen Gelände bewegt!

Die 2. Stelle, an der man etwas nach dem Weg Ausschau halten muss kommt nach ca. 4,1 km. Hier zweigt ein kleiner Pfad ab, der jedoch durch einen Pfeil am Baum gekennzeichnet ist.

Den Pfeil sollte man nicht übersehen!

Die rotweißroten Markierungen sind auch ab und zu weißblauweiß und uns ist auch ein Wegweiser mit Sonntagshorn untergekommen. Sonntagshorn ist jedenfalls immer die richtige Richtung. Nach ca. 7,5 km befinden wir uns am Grat. Ab hier hat man eine Wahnsinnaussicht in die südliche Bergregion. Nun sieht man auch das imposante Sonntagshorn, auf das man, wenn man etwas mehr Zeit mitbringt, ja auch noch gehen könnte.

Aibleck_18

Wir folgen hier also wieder der Beschilderung Richtung Sonntagshorn. Nach bereits ca. 300 m zweigt der Hauptweg rechts ab. Das ist nun die 3. Stelle, an der man leicht vorbeilaufen könnte. Es geht sehr abenteuerlich direkt unter und kurz danach zwischen den Latschen hindurch.

Aibleck_30

Hier etwas vorsichtig sein. An manchen Stellen besteht schon Absturzgefahr. Jetzt kann man endlich das hölzerne Gipfelkreuz erblicken, wo sich ja das Objekt der Begierde befinden soll! Schon richtig aufgeregt geht es über die letzen Meter. Dann der spannendste Moment der ganzen Tour. Ich öffne die kupferne Box und ahne nichts Gutes, als ich eine relativ neue 60er Tüte erblicke! Verdammt! Das Gipfelbuch wurde bereits 2013 erneuert :-(.
Nichts desto trotz eine absolut Lohnenswerte Tour, bei der man die Einsamkeit am Berg genießen kann.
Die Strecke ist extrem abwechslungsreich. Es geht über feine Waldwege, kleine Bäche, zwischen entwurzelten Bäumen hindurch, über sehr schön angelegte Treppen und Übergänge, kleine Geröllfelder…einfach Weltklasse! Je näher man dem Ziel kommt, desto steiler und felsiger wird das Gelände, so dass man irgendwann vom laufen auf schnelles Gehen wechseln muss, was aber am Berg des Öfteren der Fall sein kann. Ab dem Grat wird man dann zusätzlich mit grandioser Aussicht belohnt!

Zurück geht’s wie wir gekommen sind. Ob eine Rundtour machbar ist, wird mit Sicherheit demnächst mal getestet.

Distanz Hin- und Rückweg: ca. 15,3 km
Zeit Aufstieg: ca. 1 h 55 min
Zeit Abstieg: ca. 1 h 05 min
Höhenmeter: 1180

Fazit: Von wegen alle Guten Dinge sind drei!


3 Gedanken zu “Aibleck und der Gipfelbuchfluch

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